
Aufgewühlt bis ins Gebein
Aufgewühlt bis ins Gebein,
das Mark in den Knochen zerfressen
höre ich noch immer den Klang der Orgel
die spielte zu letzten Geleit.
Höre noch immer deine Stimme
die nicht deine war,
zerrissen und verbrannt,
die klaffende Wunden in meiner Seele riss...
und doch hast du keine Schuld.
Ich stolpere vorwärts,
versuche dich zu begleiten
auf einer Strasse,
auf der nicht einmal Ratten laufen
getränkt mit meinem Blut,
eine Strasse, die kein Gott erreichen kann
auf der seine Worte verschwendet sind...
Und so vergrabe ich mich in Deinem Schmerz...
Aus Angst vor dem eigenen.
Selbst der Mond verbirgt sein Antlitz
zieht sich in die Morgendämmerung zurück
die mit meinem Blut gemalt.
Weder vermag ich dich zu erreichen
noch vermag ich zu flüchten.
Vermag dich nicht zu geleiten
in ein neues Sein.
Ich dachte, ich wäre dort,
doch habe ich mich nur in mir selbst geirrt.
Nur die Zeit vermag noch zu dir vorzudringen
doch weiß ich nicht,
ob ich sie habe.
Denn jede Quelle versiegt eines Tages.
Das Band das uns hielt
ist es noch da?
Ist es brüchig oder stark?
Ich vermag es nicht mehr zu sehen
im Schleier meiner Tränen.
Die Spuren im Schnee meines Herzens sind tief,
und so warte ich bis es schneit,
um das Blut zu bedecken.
Denn ich wünsche doch nur Ruhe.
Ruhe vor mir selbst
Zusammen mit dir,
inmitten deiner Seele,
die ich nie besitzen durfte,
dich keinen näher an sich ran ließ....
Doch wer kennt schon die Zukunft?